Sei wie die Kaffeekapselmaschine!

Kapselmaschine

…wenn du dein Produkt zum dreifachen Preis verkaufen willst.

Das Kilo Kaffeebohnen kostet um die 10 €. Ein Kilo Kaffee in Form von Kapseln kommt auf über 30 €. Wenn du etwas teuer verkaufen willst, dann stell sicher, dass dein Produkt so ist, wie eine Kaffeekapselmaschine.

Also frag dich: Ist dein Produkt

  • extrem leicht zu bedienen?
  • liefert es ultraschnell Ergebnisse?
  • macht es Spaß, geht alles so gut wie von allein, ist es ein bisschen wie Zauberei?
  • erzeugt es kaum Dreck, und macht es auf keinen Fall Arbeit?

Braucht die Kaffeekapselmaschine mal einen Liter frisches Wasser, oder muss sie ausgeleert werden (der integrierte Mülleimer fasst immerhin 6 Kapseln), dann ist man als Benutzer tendenziell noch ärgerlich darüber! Dein Produkt sollte viel leisten für sein Geld, und nichts benötigen, vor allem keinen persönlichen Einsatz deines Kunden.

Dein Produkt darf auf keinen Fall aussehen wie Anstrengung, oder wie ein Lernprozess.

„Lernen“ ist ein ganz böses Wort in einer Produktbeschreibung. Niemand will irgendwas lernen! Die Leute wollen Wissen „aufschnappen“, oder schnell einen geheimen Trick „erfahren“.

Dein Produkt muss deinem Kunden erlauben, noch einmal ein kleines Kind zu sein.

 Wir suchen permanent nach Produkten, die uns bemuttern und retten. Warum tun wir das? So etwas zu konsumieren, ist viel einfacher, als sich selber gesunde Grenzen zu setzen.

Kaffeetrinken ist viel einfacher, als rechtzeitig ins Bett zu gehen. Viel einfacher, als Zusatzaufgaben auf der Arbeit abzulehnen. Es ist viel einfacher, sich eine Kanne Kaffee zu kochen, und bis tief in die Nacht zu arbeiten, als dem Chef mitzuteilen: „Nein, geht nicht, ich bin bereits überlastet.“

Der Kaffee ist der Retter! Wir haben einen Mutter- und Retterkomplex.

Ich habe im Referendariat regelmäßig Nächte durchgemacht. Ich war die ganze Nacht wach, habe Inhalte vorbereitet, und bin am nächsten morgen wieder zur Arbeit gefahren. Das ging natürlich nur mit Koffein. Ich hätte vielleicht lieber gleich umziehen sollen in ein Bundesland, in dem Lehrermangel besteht, wo Auszubildende wertgeschätzt werden, und wo kein irrer Konkurrenzdruck herrscht. Sich den x-ten Kaffee zu kochen, ist aber auf den ersten Blick bequemer.

Natürlich will niemand von uns seine Leidenschaft für Kaffee aufgeben, auch ich will definitiv nicht aufhören, Kaffee zu trinken, Kaffee in Maßen ist ja auch gesund. Doch immer, wenn du Kaffee zubereitest oder genießt, kannst du diesen Moment nutzen, um dir klar zu machen, was gerade in dir vorgeht. Beobachte dich selbst.

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Die Prohezeiung über dich

Die Prophezeiung über dich

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Etabliere Augenblicke der Achtsamkeit in deinem Leben.

 „Moment mal, wieso tue ich eigentlich das, was ich tue, wovon gehe ich eigentlich aus? Hm, ich glaube scheinbar, ich brauche Kaffee, um wach zu werden, und um leistungsfähig zu sein, ist das richtig? Wo kommt diese Überzeugung eigentlich her?“

Diese Annahme, du würdest Kaffee für irgendetwas brauchen, ist natürlich nicht wahr, und lediglich eine selbsterfüllende Prophezeiung. Nach 48 Stunden kaltem Entzug besteht keinerlei körperliche Abhängigkeit vom Koffein mehr. Das kann man auch ausnutzen in Form des Koffein-Cyclings: Ich verzichte zwei oder drei Tage gänzlich auf Koffein, damit es danach wieder besser anschlägt. Du musst allerdings auch gar nicht übermenschlich leistungsfähig sein und dafür zu Stimulantia, „Nootropics“, greifen. Du darfst es dir erlauben, nur ein Mensch zu sein. Das macht glücklich.

Möchtest du dir deiner eigenen Denkautomatismen gewahr werden und sie von heute an zu deinem Vorteil nutzen, geht das besonders leicht, wenn du mein Buch verschlingst, während du mit einer Tasse Kaffee auf dem Sofa sitzt.

Erfahre mehr darüber: https://dieprophezeiung.de

Die Kaffeekapselmaschine drückt bei den Konsumenten genau die richtigen Knöpfe. Sie bedient vollumfänglich den Mutter- und Retterkomplex. Kaffeetrinken ist etwas Wunderbares, und es ist ja auch nicht schädlich, sondern eher noch gesundheitsfördernd.

Gefährlich ist aber der Mutter- und Retterkomplex an sich.

Wir kaufen Produkte, gerade weil sie uns abhängig machen. Gerade weil sie uns Dinge versprechen, die sie niemals halten können. Gerade weil sie es uns „ersparen“, unsere eigentlichen Probleme richtig anzugehen. Verkäufer optimieren ihre Produkte dahingehend!

Ein Produkt darf nicht wirken wie die Definition von Problem, wie eine Herausforderung zur persönlichen Weiterentwicklung. Im Gegenteil: Dein unwiderstehliches Produkt muss die Notwendigkeit persönlicher Weiterentwicklung verhindern.

Sobald jemand denkt: „Ich brauche dieses Produkt, um … zu“, wird das Produkt verkauft! Und das eigentliche Problem wird nicht gelöst! Zum Beispiel: „Ich brauche das x-te Kosmetikprodukt, um selbstbewusst zu sein.“ Oder kommt dir das bekannt vor?: „Ich brauche eine Quote von 90%, um das heillos unterbesetzte System zu entlasten, wo ich eigentlich grundlegend mal etwas verändern müsste.“

Das Gegenteil dieser Denkweise sind erfolgreich machende, selbst erfüllende Prophezeiungen wie:

„Ich gehe Herausforderungen mutig an.“ Das richtige Denken allein reicht natürlich nicht, man muss auch tatsächlich danach handeln. Dieser Weg erfordert eine gewisse Überwindung. Doch auf lange Sicht ersparst du dir damit viele Enttäuschungen, und viele teuere Rechnungen für Retterprodukte, die in Wahrheit nicht helfen.

 

Ich bin ein bisschen bescheuert: Ich habe einen Ratgeber geschrieben, über das, wovon niemand etwas wissen will, weil es Probleme an der Wurzel behebt.

Ich werbe auf meiner Website https://dieprophezeiung.de zwar mit „Dreh deine negative selbsterfüllende Prophezeiung ganz einfach um“ oder mit „tausch die alte Prophezeiung ganz einfach aus!“ – im Grunde geht es aber um die Veränderung festgefahrener Denkmuster. Veränderung ist für die meisten Menschen das Schlimmste, das es gibt.

Wenn du diese Informationen hier ausgehalten hast, und sogar spannend und interessant fandest, dann gehörst du zu den wenigen Personen, die in der Lage sind, sich mit meinem Buch einen großen Vorteil zu verschaffen. Hinterfrage dich selbst, finde eine neue, bessere, sich selbst erfüllende Prophezeiung für dein Leben – und erreiche viel mehr als die vielen, anderen Menschen, die lieber eine vermeintliche Abkürzung nach der anderen nehmen, und sich wieder und wieder im Kreis drehen.

Dies war ein Beitrag der Gastautorin: Gabriela Herold!