Die gesunde Art Kaffee zuzubereiten

Kaffee gesund

Wer kennt das nicht, im Laufe des Tages sinkt die Leistungskurve und Konzentrationsschwierigkeiten und Müdigkeit stellen sich ein. Jeder, der dann auf das schwarze Heißgetränk Kaffee zurückgreifen kann, schätzt sich glücklich. Dementsprechend ist es kaum verwunderlich, dass die Deutschen auf Nachfrage den Kaffee als ihr Lieblingsgetränk bezeichnen. Laut Deutschen Kaffeebund liegt der Kaffee auf der Liste der Lieblingsgetränke eindeutig auf Platz eins. Jeder Bundesbürger genießt durchschnittlich im Jahr 166 Liter Kaffee pro Jahr. Wird der Kaffee dann auch noch auf die richtige Art und Weise zubereitet, ist er sogar noch gesund. Eine Studie der britischen Harvard School of Public Health und der Harvard School of Medicine und hat nun herausgefunden, welche Zubereitungsart die gesündeste ist. Veröffentlich wurde die Studie auf „nejm.org“.

Die verschiedenen Arten der Zubereitung wie Cappuccino, Latte Macchiato, Espresso oder Filterkaffee unterscheiden sich hinsichtlich ihres Koffeingehalts und auch hinsichtlich der Wirkstoffzusammensetzung.

Die Zeit veränderte das Bild vom Kaffee grundlegend

Kaffee enthält mehr als 800 unterschiedliche Wirkstoffe und Aromen. In der Vergangenheit wurde immer wieder ein Zusammenhang zwischen dem Genuss von Kaffee und Magen-Darm-Problemen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermutet. Dieses Bild hat sich jedoch über die Zeit zunehmend geändert. Die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Anna Flögel äußerte sich auf „apotheken-umschau.de“ dahingehend, dass viele Studien darauf hingewiesen haben, dass der Kaffee sogar für eine niedrigere Gesamtsterblichkeit in Verbindung zu bringen ist. In der Folge gilt der Genuss von Kaffee sogar als gesundheitsfördernd.

Kaffee wirkt sich in Vielfältiger Art die Gesundheit positiv aus

Heutzutage ist bekannt, dass der Genuss von Kaffee durchaus sich positiv auf die Gesundheit auswirken kann. Beispielsweise wird dank ihm der Stoffwechsel angeregt. Dies ist der Grund, weshalb Kaffee aufgrund seiner appetithemmenden Wirkung sogar ein guter Begleiter während einer Diät ist.

Ein weiterer positiver Effekt ist seine entzündungshemmende Wirkung. Gleichfalls kann er vor Brust-, Haut- oder Prostatakrebs schützen. Erwiesen ist ebenfalls, dass er das Risiko senkt, eine Erkrankung mit Diabetes Typ-2 zu bekommen.

Dennoch sollte Kaffee nun nicht in Massen getrunken werden. Wie überall gilt der Grundsatz – „Die Menge macht das Gift“. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat die Empfehlung ausgesprochen, es bei einem Konsum von pro Tag maximal 400 Milligramm Koffein zu belassen. Dies entspricht über den Tag verteilten vier Tassen Filterkaffee. Ein höheres Zuführen von Koffein kann beispielsweise zu Bluthochdruck führen.

Achtung vor ungesunden Wirkstoffe

Nicht vergessen werden darf, dass Kaffee durchaus auch erwiesenermaßen Wirkstoffe enthält, die der Gesundheit keineswegs zuträglich sind. Hierbei handelt es sich im besonderen Maße um sogenannte Diterpene. Zwei dieser Diterpene, nämlich Kahweol und Cafestol lassen sich im Kaffee nachweisen. Beide wirken sich negativ auf die Blutfettwerte aus, indem sie den Cholesterinwert immens in die Höhe treiben. Jeder, der bereits unter einem erhöhten Cholesterinspiegel leiden sollte deshalb diese beiden Stoffe unbedingt vermeiden. Werden diese dem Körper dennoch zugeführt, steigt das Risiko einer Herz-Kreislauf- Erkrankung zusätzlich. Allerdings gibt es auch hier Abhilfe.

Mythen um das Koffein und dessen Wirkung gibt es so viele. Viele dieser Mythen haben sich jedoch auch als falsch herausgestellt.

Den Unterschied macht das Filtern

Um keine Diterpene im Kaffee zu haben, gibt es eine ganz einfache Lösung. Die Harvard-Studie besagt, dass beim Kaffeefiltern mit Filterpapier die Diterpene praktisch vollständig aus dem Kaffee entfernt werden. Der gebrühte Filterkaffee ist also komplett frei von Diterpenen und bietet also sämtliche gesundheitliche Vorteile. Dementsprechend wirkt sich der Genuss des Kaffees auch nicht auf die Blutfette aus.

Cappuccino und Espresso werden nicht gefiltert. Aus diesem Grund sind bei ihnen alle negativen Auswirkungen in vollem Umfang erhalten. Der Genuss von Filterkaffe kann hingegen das Risiko, Erkrankungen des Herzens zu bekommen, senken. In der Studie wird davon ausgegangen, dass sich dieser Effekt auf die im Filterkaffee enthaltenen Antioxidantien zurückführen lässt.

Fazit

Filterkaffee kann beim Abnehmen helfen, da er den Stoffwechsel anregt und den Appetit zügelt. Neben diesen Erkenntnissen hat er noch weitere Vorteile für die Gesundheit:

  • Filterkaffee verstärkt die Wirkung von Schmerztabletten,
  • senkt den Cholesterinspiegel,
  • schützt gegen einige Krebsarten (Brust-, Haut-, und Prostatakrebs),
  • senkt das Risiko für bestimmte Lebererkrankungen (Leberzirrhose und -fibrose),
  • wirkt entzündungshemmend und
  • senkt das Risiko für Erkrankungen des Herzens.

Wer gern Filterkaffee zu sich nimmt, muss sich auch nicht hinsichtlich der Menge allzu große Sorgen machen. Der Gesundheit zuträglich gelten laut Studie über den Tag verteilt drei bis fünf Tassen. Allerdings ist hierbei auf die Röstung und die Stärke des Kaffees zu achten.

Übrigens ist es zu einem Großteil von den Genen abhängig, ob der Kaffee bitter oder nicht wahrgenommen wird. So gibt es beispielsweise einige Menschen, denen bestimmte Rezeptoren fehlen. Diese sind nicht in der Lage, die Bitterstoffe herauszuschmecken. Entsprechend nehmen diese den Kaffee wesentlich milder war als andere, die über diese Rezeptoren verfügen.

Entsprechend lässt sich also feststellen, dass die Zubereitung eines Filterkaffees die gesundeste Art der Zubereitung eines Kaffees ist.